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Naturkundemuseum - Politische Beschlüsse

Für den Niedergang des Leipziger Naturkundemuseums in den letzten 20 Jahren tragen Stadtverwaltung und die im Stadtrat dominierenden Parteien gleichermaßen Verantwortung. Unwissenheit, Desinteresse und ein falsches Kulturverständnis der Entscheidungsträger sind dabei die Hauptursachen.
Da der Stadtrat das kommunalpolitische Beratungs- und Beschlussgremium ist und auch die Aufgabe hat, die Verwaltung entsprechend zu überwachen, wollen wir an dieser Stelle die politischen Beschlüsse des Stadtrates zum Leipziger Naturkundemuseum öffentlich und transparent machen. Denn in den vergangenen Jahren hat es die Stadtverwaltung immer wieder verstanden, in den Ratsversammlungen gefasste Beschlüsse zeitlich zu verschleppen oder gar nicht umzusetzen.
Deshalb, liebe Leipziger, ist es wichtig, dass Sie die Beschlüsse zum Naturkundemuseum kennen und bezüglich deren Umsetzung immer wieder nachhaken und nachfragen, zum Beispiel durch Einwohneranfragen oder anderweitig in der Öffentlichkeit. Genauere Angaben zur Quelle, zum Antrag und zum Antragsteller erhalten Sie, wenn sie den Verlinkungen durch Klick auf die Überschriften folgen.


19.03.2014 Einwohneranfrage des Fördervereins zur Ratsversammlung  -  Wie wurden und werden die verantwortlichen Sammlungskuratoren bei der Standortsuche für das Naturkundemuseum der Zukunft einbezogen und wer haftet bei unterirdischer Unterbringung für wahrscheinliche Schäden an den Sammlungen als Folge der Einwirkung von Nässe, Feuchtigkeit, Schimmelbefall usw., wenn diese durch Gutachter- und Verwaltungsmeinung als unwahrscheinlich dargestellt werden? kommentierte schriftliche Antwort
Einwohneranfrage von Dr. Monika Schütze-König - Warum wurde der Direktorenposten ausgesetzt? Müssten jetzt nicht die anderen Bewerber nachrücken?  Will man diese Stelle neu ausschreiben und damit Zeit gewinnen und Personalkosten sparen? Ist sich die Verwaltung nicht bewusst, dass man damit qualifizierte Fachleute und Museologen vor den Kopf stößt? Sollte der neue Direktor nicht die Gelegenheit bekommen, das Museum von Anfang an mit neu zu konzeptionieren? Welchen Zeitplan hat die Stadtverwaltung, um der Bevölkerung Leipzigs und seinen Gästen endlich ein modernes Naturkundemuseum zu präsentieren? Antwort

12.02.2014 kommentierte Niederschrift (Wortprotokoll) der Ratsversammlung vom 12.02.2014 zur dringlichen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: Besetzung des Direktorenpostens im Naturkundemuseum

Resümee zur Einwohneranfrage in der Ratsversammlung vom 22.01.2014
Leider keine mündliche Beantwortung in der Ratsversammlung - Eine Antwort, die so gut wie keine Frage beantwortet - Herr Faber beweist, dass ihm bisher jegliches Problembewusstsein bei den Standortuntersuchungen für das zukünftige Naturkundemuseum fehlt - lesen Sie deshalb auch die Pressemitteilung hierzu

22.01.2014 Einwohneranfrage des Fördervereins zur Ratsversammlung am 22.01.2014 zu den vertiefenden Standortuntersuchungen und Gutachten für die Fortschreibung des Masterplanes Naturkundemuseum Leipzig. kommentierte schriftliche Antwort

Resümee zu den Anträgen der Fraktionen zum Haushaltsplan
Es ist zu begrüßen, dass die Fraktionen mit Haushaltsanträgen dem Naturkundemuseum aus seiner finanziell und personell präkären Lage helfen wollen. Es ist aber nicht zu verstehen, warum sich die beiden Fraktionen Die Linke und Die Grünen nicht auf einen gemeinsamen Antrag verständigen konnten. So lange jeder nur auf seiner Meinung beharrt und gegen den anderen kämpft muss das Naturkundemuseum zwangsläufig der Verlierer solcher Schaukämpfe sein. Wir erwarten von den Politikern, die ernsthaft eine Zukunft für das Leipziger Naturkundemuseum wünschen, endlich einen Runden Tisch, an dem gemeinsame Anträge aller Fraktionen erarbeitet werden.

19.12.2013 Antrag der Fraktion Die Grünen zu Personal des Naturkundemuseums und Änderungsantrag der Fraktion Die LINKE  -  Antrag der Fraktion Die Grünen zu Investitionsmitteln für das Naturkundemuseum der Zukunft und Änderungsantrag der Fraktion Die LINKE => Diskussion und Beschlussfassung in der RV

21.11.2013 Anfrage der Fraktion Die LINKE zur RV, welche Investorenanfragen gibt es zum Gebäude am Standort Lortzingstraße und welche Pläne hat die Verwaltung zukünftig mit dem Gebäude.

20.03.2013 Einwohneranfrage des Fördervereins zur RV, wann die Stelle des Direktors neu ausgeschrieben wird und wie der Förderverein an der Findung eines Nachfolgers beteiligt wird? Antwort und Diskussion in der RV

23.01.2013 Anfrage der Fraktion Die LINKE zur RV, warum der Masterplan noch nicht vorliegt und wann er endgültig dem Stadtrat vorliegen wird.

23.01.2013 Antrag der CDU-Fraktion zur Veröffentlichung des Masterplanes vom 17.10.2012 => Verwaltungsstandpunkt aus der Dienstberatung des Oberbürgermeisters vom 18.12.2012 => Diskussion und Beschluss vom 23.01.2013

Resümee zur Einwohneranfrage in der Ratsversammlung vom 22.11.2012
Wozu benötigt Leipzig einen Oberbürgermeister, der an ihn persönlich gerichtete Fragen nicht beantwortet, sondern die Beantwortung delegiert?! Warum redet der Oberbürgermeister immer von der Bedeutung der Bürgerbeteiligung, wenn diese im konkreten Fall durch seine Verwaltung verweigert wird?! Warum will die Kulturverwaltung den von Fachleuten erarbeiteten Masterplan geheim halten und nur ihre reduzierte Verwaltungsvorlage an die Öffentlichkeit geben?!
 
Einwohneranfrage des Fördervereins an den Oberbürgermeister zur frühzeitigen pozessbegleitenden Bürgerbeteiligung bei der Erarbeitung des Masterplanes zur Ratsversammlung am 22.11.2012
inkl. schriftlicher Antwort durch Kulturbürgermeister Faber

Resümee zu den Anfragen in der Ratsversammlung vom 17.10.2012: 
Es ist schon bemerkenswert, welche Widersprüche sich zwischen den Aussagen von Kultur- und Oberbürgermeister, der Kulturamtsleiterin oder dem Vorsitzenden des Sachverständigenbeirates ergeben. >>mehr<<

Niederschrift (Wortprotokoll) zur Einwohneranfrage

Einwohneranfrage des Fördervereins zur personellen Untersetzung der Erreichung des Zieles eines neuen Naturkundemuseums im Jahr 2016 zur Ratsversammlung am 17.10.2012
Kulturbürgermeister Faber hatte für die Stadtverwaltung das Ziel formuliert, dass im Jahr 2016 ein moderneres Naturkundemuseum eröffnet werden soll. Um dies zu erreichen, hatte der Stadtrat am 24.08.2011 die Ausschreibung einer Projektleitung für einen erneuten, den nunmehr 5. Masterplan für ein neues Naturkundemuseum beschlossen.
In dieser Einwohneranfrage hinterfragt der Förderverein ob für dieses ambitionierte Ziel von der Verwaltung auch die entsprechend notwendigen finanziellen Mittel und personellen Maßnahmen eingeplant werden. >>mehr<<

Anfrage der Fraktion Die Linke zur Ratsversammlung am 17.10.2012:  Fortschritte beim Masterplan zur Zukunft des Naturkundemuseums
Laut Ratsbeschluss RB V-898/11 ist die Stadtverwaltung beauftragt, bis zum 30.09.2012 einen Masterplan zur Neuausrichtung des Naturkundemuseums, einschließlich Aussagen zum weiteren Verfahren, zum inhaltlichen Konzept, zum Standort und zur Finanzierung, erarbeiten zu lassen. Dieser soll den Stadträten im IV. Quartal vorgelegt werden. Dazu fragen wir an: >>mehr<<

Einwohneranfrage des Fördervereins zum 100jährigen Jubiläum der Dauerausstellung im Naturkundemuseum zur Ratsversammlung am 24.04.2012  >>mehr<<

Antwort von Kulturbürgermeister Faber auf dieser Ratsversammlung:
Bürgermeister Faber antwortet, zum jetzigen Zeitpunkt gebe es weder von der Museumsleitung noch seitens der Kulturverwaltung Planungen für eine Festveranstaltung. Die im Haushalt 2012 des Naturkundemuseums vorhandenen Mittel für Veranstaltungen seien vollumfänglich für Sonderausstellungen im Naturkundemuseum und in Kooperation mit Dritten an anderen Orten vorgesehen. Das solle gewährleisten, dass das Museum trotz eingeschränkten Betriebs weiterhin in der Öffentlichkeit präsent ist. Es werde jedoch geprüft, inwieweit ein im Mai vorliegender erster Zwischenbericht zur Erstellung des Masterplanes als Basis für eine Veranstaltung aus Anlass des Jubiläums genutzt werden kann.

Durch mehrere Ratsbeschlüsse zum Erhalt des Naturkundemuseums werde der Stellenwert belegt, den der Stadtrat dem Museum zubillige. Die Stadtverwaltung sei dabei, diese Beschlüsse umzusetzen. So sei der Masterplan in Auftrag gegeben worden, und man habe Anschlussmaßnahmen begonnen und teilweise umgesetzt. Auch sei die Stelle des Präparators entfristet worden. Im Naturkundemuseum selbst sei das museumspädagogische Konzept dem eingeschränkten Museumsbetrieb angepasst worden. Es werde weiter aktiv mit Kindern und Jugendlichen gearbeitet.

Zurzeit seien wichtige Maßnahmen zum Brandschutz im Gange, die bis Ende April im Wesentlichen abgeschlossen sein sollen. In Kooperation mit dem Amt für Bauordnung und Denkmalpflege werde nach Wegen gesucht, um danach die Dauerausstellung wenigstens für Gruppen wieder zugänglich zu machen. Eine Lösung dafür werde in der Beräumung des westlichen Treppenhauses von den dort befindlichen sechs großen, mit Tierpräparaten gefüllten Vitrinen gesehen. Es sei geplant, hierfür noch im April Angebote einzuholen. Nach Umsetzung dieser Maßnahme könnten das 1. und 2. Obergeschoss für geführte Gruppen, zum Beispiel Schulklassen, wieder geöffnet werden. Ob es zu einem Interimsstandort für das Naturkundemuseum komme, hänge nicht zuletzt von den Ergebnissen und Empfehlungen des Masterplans für den Standort, für das künftige Konzept, von den geschätzten Kosten und von den dann folgenden Ratsbeschlüssen ab.

Kommentar: Nach Kenntnis des Fördervereins hat der Direktor des Naturkundemuseums die Kulturamtsleitung mehrfach auf das bevorstehende Jubiläum hingewiesen und bei der Haushaltsplanung auch um die Bereitstellung entsprechender Mittel gebeten. Für frühere Jubiläen hatte der damalige Kulturbürgermeister Girardet Finanzmittel aus einem ihm direkt unterstehenden Haushaltsposten bereitgestellt.


Ratsversammlung vom 15.12.2011   >>mehr<<
  1. Die für die Sanierung bzw. den Neubau des Naturkundemuseums eingestellte Verpflichtungsermächtigung in Höhe von 1.426.000 Euro wird vorgezogen. (2013: 100.000 Euro Planungsmittel; 2014: 1.326.000 Euro). Für 2015 werden entsprechende Mittel eingestellt, um die pünktliche Eröffnung des neuen Naturkundemuseums 2016 zu ermöglichen.
  2. Für den Werkvertrag (2-Jahres-Vertrag) mit der/m Projektleiter/in im Naturkundemuseum werden in 2012 Mittel in Höhe von insgesamt 60.000 € und im Jahr 2013 80.000 € bereitgestellt.
  3. Die Präparatorenstelle im Naturkundemuseum wird entfristet und fortgeschrieben.
  4. Um den laufenden Betrieb in notwendiger Qualität aufrecht zu erhalten, werden die Mittel für „Sonstige Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen“ im Ergebnishaushalt des Naturkundemuseums um 30.000,- Euro erhöht.

Ergebnis: Die Ausschreibung für den Masterplan wurde bis in den November 2011, die Verpflichtung in den Februar 2012 verschleppt.

Ratsversammlung vom 24.08.2011   >>mehr<<
  1. Für die Übernahme der Federführung bei der Entwicklung eines Masterplanes für das Naturkundemuseum wird ein/e fachlich geeignete/r Projektleiter/in möglichst im 3. Quartal 2011 verpflichtet. Die Projektleitung kann auch durch eine fachlich geeignete Institution (juristische Person) erfolgen.
  2. Die Projektleitung erarbeitet im Auftrag der Stadt Leipzig in enger Kooperation mit dem wissenschaftlichen Beirat bis zum 30.09.2012 einen Masterplan für das Naturkundemuseum.
  3. Der Masterplan mit Aussagen insbesondere zum weiteren Verfahren, zum inhaltlichen Konzept, zum Standort und zur Finanzierung wird dem Stadtrat nach Erarbeitung durch den/die Projektleiter/in oder durch die Projektleitung spätestens bis zum 4. Quartal 2012 zur Beschlussfassung vorgelegt.

Ergebnis: Seit 23.11.2011 wurde auf Drängen des Kulturamtes die Dauerausstellung im Naturkundemuseum aus brandschutztechnischen Gründen gesperrt. Für Sonderausstellungen auf 10% Restfläche wird ein um 50% reduzierter Eintritt erhoben. Von Kulturbürgermeister Faber in Aussicht gestellte Unterstützung für die Museumspädagogik steht noch aus.

Ratsversammlung vom 03.03.2011   >>mehr<<
  1. Das Naturkundemuseum wird nicht geschlossen. Sollten Auflagen des Amtes für Bauordnung und Denkmalpflege eine Nutzungseinschränkung für das Gebäude erge-ben, soll die Ausstellungstätigkeit bis auf weiteres im Erdgeschoss (Sonderausstellungsbereich) fortgeführt werden.
  2. In diesem Zusammenhang wird geprüft, ob zur Zeit ein Verzicht auf die Einnahmen (kostenfreier Eintritt) bis zur Vorlage des Masterplans durch Einsparungen im Bereich von Fremdleistungen haushaltsneutral kompensiert werden kann.
  3. Vom Museum werden zur Aufrechterhaltung des Angebotes der kulturellen Bildung für Kinder und Jugendliche geeignete Konzepte entwickelt, die auch außerhalb des Museums, z.B. vor Ort in Bildungseinrichtungen, realisiert werden können.
  4. Die Stelle des Präparators wird befristet für zwei Jahre neu besetzt.
  5. Mit Unterstützung eines wissenschaftlichen Beirats wird ein Masterplan für das Naturkundemuseum erarbeitet, der Aussagen zum künftigen Konzept, zum Standort und den damit verbundenen Kosten enthält. Anhand dieses Planes soll der Stadtrat 2012 über die Zukunft des Naturkundemuseums entscheiden.